An Early Cascade
An Early Cascade veröffentlicht “Versus” und schafft ein komplett neues Klangerlebnis im Genrebereich Emocore, die Experimentierfreude hat sich gelohnt! Warum? Lest und hört selbst!
Moin Jungs, erzählt doch mal, wo ihr herkommt und wie ihr zur Musik gekommen seid?
Moin Oli, Vier Leute von Fünf kommen aus Kornwestheim in der Nähe von Stuttgart und einer kommt aus Bitzfeld, nähe Heilbronn. Wir sind eigentlich durch Punkrock und Skaten zur Musik gekommen. Wir waren schon damals mit 16 Jahren gute Kumpels und hatten irgendwann die Idee eine Punkband zu gründen, aus Liebe zur Musik und hauptsächlich wegen dem Spass. Wir haben alle mehr oder weniger ein Instrument beherrscht und haben uns im lokalen Jugendhaus getroffen um zu Jammen oder Green Day zu covern.
Gab es spezielle Einflüsse?
Eigentlich keine speziellen, Punkrock allgemein hat uns fasziniert. Irgendwann haben wir dann auch Emo und Screamo für uns entdeckt, dann Hardcore und Mathcore. Wir sind damals auch oft auf Gigs von größeren lokalen Hardcore- und Punkbands gegangen, die Konzertatmosphäre und DIY-Einstellung dort hat uns ziemlich beeinflusst. Musik war, und ist jetzt noch, irgendwie immer der ständige Begleiter, man hat sich damit identifiziert, abgegrenzt und sich mit seinen Gefühlen in den Texten wieder gefunden. Die Emo-Matte, Stern-Tattoos und Fullbleed-Shirts waren natürlich auch am Start.
Wie würdet ihr euren Musikstil beschreiben?
Irgendwo zwischen Rock und Hardcore.
Ihr habt vor kurzem euer Debüt Album “VERSUS” veröffentlicht. Was können wir von der Platte erwarten?
Eine bunte Mixtur aus Rock und Hardcore mit einem düsteren, emontionalen Einschlag. Viele verschiedene Sounds, Detailverliebtheit, Geschrei aber auch viel Gesang und abgefahrene Riffs. Es gibt ruhige wie auch harte Songs und es ist ein Album, dass man eher öfters anhören muss um es richtig zu verstehen, wenns überhaupt etwas zu verstehen gibt. Obwohl wir versucht haben alles ziemlich durchdacht zu schreiben, ist es manchmal ein bisschen wirr und chaotisch. Die Texte sind sehr persönlich und handeln meistens von dem Gefühl, Sachen falsch gemacht zu haben und nicht mehr weiterzukommen. Alles in allem ist es schon ein eher trauriges Album.
Dancing Upon The Moon by An Early Cascade
Was ist euer Lieblingslied von “VERSUS” und warum?
Everything Is Wrong. Everything Is OK., weil er am meisten Spass macht anzuhören und zu zocken. Ausserdem war das der Song an dem wir am meisten gefeilt haben, wir hatten ca. 7 verschiedene Versionen, haben immer wieder Teile rausgenommen und hinzugefügt und ihn dann im Studio nochmal verändert… Vielleicht ist er auch deswegen unser Lieblingsong, weil er einfach das dickste, am meisten gefütterte Baby von all unseren Babys ist.
Wird es zu diesem Song euer nächstes Musikvideo geben? Wann können wir mit Release rechnen?
Ja. Also wir planen das ganze im Januar 2012 zu drehen und man kann mitte Februar damit rechnen. Wir hoffen, dass alles klappt bis dahin.
Ein Video zu drehen ist ein wirklich krasser Aufwand. Man muss so viel Zeug organisieren, passende Locations finden, die Technick muss 100% stimmen und dann muss natürlich noch die Idee gut sein. Zum Glück haben wir jemand an der Hand der da ziemlich versiert ist.
Wie schreibt ihr Eure Songs?
Hauptsächlich schreibt Dani unser Gitarrist die Songs und nimmt sie dann gleich provisorisch auf. Wir können uns dann, dank moderner Technik, alle um seinen Laptop versammeln und Parts hin- und herschieben, dazufügen und rausnehmen. Unser Sänger Maik schreibt die Texte und Gesangslinien, die wir dann versuchen mit den Songs in Einklang zu bringen. D.h. Kompromisse machen, sich zoffen, viel Saufen und Rauchen und sich vor allem freuen wenn’s harmoniert! Bei “Your Hammer To My Enemy” (unserer Platte vor “Versus”) ist viel durch Jammen entstanden, was bei “Versus” nie wirklich funktioniert hat. Das liegt hauptsächlich daran, das wir durchdachtere Song schreiben wollten und wir schnell gemerkt haben, dass man dazu viel Ruhe und Geduld braucht.
Mit wem würdet ihr gern ein “An Early Cascade and Friends”-Album aufnehmen?
Am besten mit allen Leuten die wir kennen. Wir würden dann einen Mega-Chor formen und eine Versus Gangshout-Acapella-Stadion-Version aufnehmen. David Guetta würde dann unbedingt einen Club Mix machen wollen, aber da wir alle zu unerfahren sind würden wir ihm die Spuren als Wav-Dateien schicken, ohne davor einen Remix-Vertag gemacht zu haben. Er würde uns dann alle Rechte nehmen und hätte einen neuen Hit.
Gibt es irgendeinen Song, den ihr gerne geschrieben hättet?
Foxy Lady von Jimi Hendrix.
Was hört die Band An Early Cascade privat?
Sehr sehr viel verschiedenes. Experimentelles und elektronisches Zeug, wie Flying Lotus, Mount Kimbie oder Radiohead, aber auch harten Metal wie Oh Sleeper, Protest the Hero, Architects oder Meshuggah. Viel Beatles und Led Zeppelin, einfach alles von Abba bis Zappa
Wir sind immer offen für Neues, egal welche Musikrichtung, hauptsache es ist gut und kommt von Herzen.
Gibt es Momente von Auftritten, an die ihr euch gerne erinnert?
Ja! Wir haben am Midsummer-Open Air 2009 mit Grace Will Fall wirklich extremst gesoffen. Der Drummer von denen hat sich aber am meisten zusammengesoffen: Er wollte kurz kacken und kam aber nicht wieder. Unser damaliger Bassist Martin hat nach im gesucht und ihn vor einem Busch gefunden wie er kniend, mit runtergelassener Hose, den Kopf im Gras und den Arsch in der Höhe seelenruhig gepennt hat.
Habt ihr irgendeine Frage an unseren nächsten Interview-Partner?
Handwurst im Speckmantel oder Peperoni im Schlafrock?
Frage vom letzten Interviewpartner:
Tomorrow: Über welche Figur aus den Star Wars Filmen würdest du einen Song schreiben?
Jabba the Hutt. Die Gitarre schön tief stimmen und über Glücksspiel, Sklaverei und Pizza singen.
KurzInfos
-
Homepage:
- anearlycascade.com MySpace:
- myspace.com/anearlycascade Last.FM:
- lastfm.de/music/An+Early+Cascade Ähnliche Beiträge:
- Tomorrow
- Baby Lou
- Michael Red Lantow
- Mon Khmer
- Letterbox Salvation