Interview mit Moritz Krämer
Heute gibt es mal wieder ein Interview, und zwar mit Moritz Krämer aus Berlin.
Sehen und hören könnt ihr den Musiker unter anderem im Dezember beim Fest van Cleef in Bielefeld, Trier und Dresden.
stereoMAG: Seit wann machst du Musik, und was treibt dich dabei an?
Moritz Krämer: Seit ich 6 bin.
Wenn ich heute tagsüber Gitarre spiele ist das wie Mittagspause machen.
stereoMAG: Welche Instrumente spielst du?
Moritz: Klavier und alles was gitarrenähnlich ist.
stereoMAG: Bist du schon einmal in Ostfriesland gewesen, wenn ja, wie hat es dir dort gefallen?
Moritz: Nicht bewusst. Nur durchgefahren.
stereoMAG: Gisbert zu Knyphausen hat dich gecovert, wie fühlt sich das an?
Moritz: Ich hab mich gefreut, dass er was mit dem Lied anfangen kann.
stereoMAG: Wen coverst du gerne?
Moritz: Hab ich noch nie. Aber ich wollte schon immer mal “Stück von dir” von Wolfgang Müller covern.
stereoMAG: Bevorzugst du Vinyl, CD oder mp3?
Moritz: Mein Plattenspieler ist seit 6 Jahren kaputt und CDs höre ich sowieso immer über den Computer. Am meisten höre ich mp3s und aifs.
stereoMAG: Berlin oder Hamburg?
Moritz: Berlin.
stereoMAG: Wieso?
Moritz: Weil meine Freunde hier wohnen und ich Straßen wieder finde. Weil die Mieten billig sind und es so viele unterschiedliche Kieze gibt.
stereoMAG: Im moment gibt es viele Re-Union Tourneen. Wen würdest du gerne reunited sehen?
Moritz: Geht alles?
Ich würde gerne La Boom in Orginalbesetzung als Theaterstück sehen.
stereoMAG: Wieviele Songs hast du bislang geschrieben und wieviele werden noch kommen, bis du sagst: “Es reicht.”?
Moritz: Das weiß ich nicht. Beides weiß ich nicht. Vermutlich wenn ich keine Mittagspause mehr mache.
stereoMAG: In welchem Gemütszustand kannst du am besten schreiben?
Moritz: Wenn ich gerade viel gelaufen bin und nach Hause komme. Dann ist meistens noch eine Melodie im Kopf, die ich draußen mit mir rumgetragen habe.
Mein Gemüt ist dann gut drauf.
Abends wenn ich beschlossen habe, das Telefon nicht mehr abzunehmen und noch Rotwein da ist gehts meinem Gemüt auch gut, aber der Puls ist viel weiter unten und die Gedanken schweifen mehr ab.
stereoMAG: Hast du dir wirlich schon mal deine eigene Beerdigung ausgemalt, wie in “Hinterher”?
Moritz: In Hinterher geht es um eine Beerdigung. Die habe ich mir ausgemalt, als ich über den Text nachdachte.
stereoMAG: Warum hast du was dagegen, wenn bestimmte Personen deiner Personen deiner Beerdigung beiwohnen würden, und gibt es die Personen in dem Song echt?
Moritz: Die Figuren in Hinterher sind fiktiv. Ich glaube wenn ich Leute mit Namen besinge sind die Figuren immer fiktiv, wenn die Protagonisten das ganze Lied keinen Namen haben gibt es die Person meistens wirklich.
stereoMAG: Welcher Song von Wir Können Nix Dafür gefällt dir selbst am besten? Und wieso?
Moritz: Die Aufnahme von Alle Raus Hier. Weil er keine normale Struktur hat sondern sich immer ein Teil aus dem Letzten ergibt – finde ich. Textlich kann ich das nicht sagen. Alle Sachen auf dem Album interessieren mich auf verschiedene Art.
stereoMAG: Wann kommt deine nächste Platte?
Moritz: Ich schreibe gerade und nehme Skizzen auf. Vielleicht nächsten Sommer.
stereoMAG: Wenn es ein Konzeptalbum werden würde, worum würde es da gehen?
Moritz: Anfang
stereoMAG: Hast du einen guten Tipp für jemanden der gerne eine Band gründen möchte?
Moritz: Nein. Da hätte ich auch ziemlich viele Fragen zu.
stereoMAG: Michael ‘RED’ Lantow möchte gerne von dir wissen: In wie fern unterscheidet sich dein Musikgeschmack von heute von dem den du vor 10 Jahren hattest?
Moritz: Ich höre nicht mehr so oft Curtis Mayfield und Pearl Jam. Wahrscheinlich weil neue Bands dazukommen. Die Zeit reicht nicht.
Und ich kann mit Electro mehr als vor 10 Jahren anfangen.
stereoMAG: Hast du eine Frage an unseren nächsten Interview-Partner?
Moritz: Wo warst du beim letzten WM Endspiel – mit wem – und was empfindest du dieser Person gegenüber heute? Und wenn du die Person schon lange nicht mehr gesehen hast, was hast du ihr gegenüber damals empfunden?
stereoMAG: Danke dass du dir die Zeit genommen hast!
