Newcomer . Michael Red Lantow
stereoMAG: Michael, seit wann und warum machst du Musik?
Michael Red Lantow: Mit 6 Jahren habe ich angefangen Schlagzeug zu spielen. Ich habe zwar keinen Unterricht genommen, aber ich hatte ein Schlagzeug auf dem ich gerne spielte.
Ich habe die Musik nie wirklich ernst genommen, bis ich mit 10 die Trompete lernte.
Das Trompetespielen habe ich schließlich aufgegeben, als ich mit 13 die Gitarre für mich entdeckte.
Dieses Instrument reizte mich in dem Alter besonders, weil ich es einfach cool fand und in meiner Jugend stark von Bands wie Led
Zeppelin oder Jimi Hendrix beeinflusst wurde.
stereoMAG: Wieviele Instrumente spielst du denn insgesamt und welche würdest du gerne noch spielen können?
Michael: In erster Linie spiele ich Gitarre, aber dazu kommen noch Schlagzeug, Bass, Trompete und Percussions.
Ich habe darüber nachgedacht, vielleicht die Geige oder andere Saiteninstrumente zu lernen, aber ich wollte schon immer lernen, wie man die Sitar spielt.
stereoMAG: Im März hast du das Album Memoires From The War herrausgebracht. Wie würdest du selbst den Stil deiner Musik beschreiben?
Michael: Memoires From The War ist ein Mix aus akustischem und elektrischem Folk. Sehr viel vom Album besteht aus ruhigen, hymnenartigen Melodien und Texten. Die Gitarren sind nicht zu kompliziert oder einzigartig in ihrer Struktur, aber ich denke sie passen schon sehr gut.
Morning Song by red.
stereoMAG: Wie lange hast du an dem Album gearbeitet?
Michael: Es hat ca. 2 Monate gedauert. Ich hatte ein paar Songs aufgenommen, ohne die Absicht zu verfolgen, ein Album daraus entstehen zu lassen. Aber je mehr ich schrieb, desto besser fanden die Stücke zueinander. Lyrisch und auch vom Sound.
Viele Themen auf dem Album verweben die einzelnen Stücke miteinander.
stereoMAG: Wo hast du aufgenommen?
Michael: In meinem Home-Studio – meinem Schlafzimmer. Ich lebe direkt am Highway was die Aufnahmen manchmal kompliziert machte – manchmal hat das Mikrofon die Geräusche vorbeifahrender Trucks oder Autos mit aufgenommen.
In einigen Songs habe ich diese Geräusche allerdings nicht entfernt, da ich fand sie fügen dem jeweiligen Song noch etwas hinzu.
stereoMAG: Du vertreibst dein Album sowohl in digitaler Form, als auch als CD. Was verkauft sich heute besser?
Michael: Nun, die digitale Version wurde bislang öfter runtergeladen als die CD gekauft, aber ich denke, dass die Leute sich lieber die Musik auf einer CD anhören.
Deshalb verschenke ich auch immer viele CDs.
stereoMAG: Was ist dein Lieblingssong auf Memoires From The War und warum?
Michael: “Journey of a Nomad”. Diesen Song habe ich auf einer Reise nach Utah geschrieben, aus diesem Grund erinnern mich einige der Textstellen an die Landschaften die ich gesehen und die Abenteuer die ich erlebt habe.
stereoMAG: Welche Bands oder Musik haben dich inspiriert, das Album zu schreiben?
Michael: Iron and Wine war ein sehr großer Einfluss. Das Album The Creek Drank The Cradle hat einen großen Eindruck auf die Art wie ich singe und schreibe ausgeübt und ich habde dieses Album sehr viel gehört, während ich an meinem arbeitete.
stereoMAG: Gibt es schon Pläne für ein neues Album?
Michael: Ich habe einige Songs geschrieben und versuche mit anderen Musikern zusammen zu arbeiten.
Ich werde also ein weiteres Album mit Solo-Songs und auch einigen Songs in Begleitung einer Band veröffentlichen.
Aber über einen Veröffentlichungstermin oder eine Tracklist habe ich mir noch keine Gedanken gemacht.
stereoMAG: Gibt es einen Song den du gerne geschrieben hättest?
Michael: “All I Do Is Win” von DJ Khaled. Ich liebe diesen Song.
stereoMAG: Mit welcher Band oder mit welchem Künstler würdest du gerne mal zusammenarbeiten?
Michael: Ich denke, eine Zusammenarbeit mit Bon Iver, Iron and Wine, The Head and the Heart, oder Trevor Hall wäre cool.
stereoMAG: Was bevorzugst du? Digital, CD oder Vinyl?
Michael: Hängt von der Band ab. Ich mag Vinyl sehr gerne wegen den Artworks, habe allerdings keinen Plattenspieler und ich kaufe mir Platten nur bei sehr speziellen Alben.
CDs können cool sein, aber ich bevorzuge in der Regel digitale Musik.
Ist Platzsparender.
stereoMAG: HAst du einen guten Tipp für jemanden der eine Band gründen möchte?
Michael: Es ist harte Arbeit, Leute zu finden die die selbe Vision teilen, aber das beste ist, einfach Shows zu spielen und Leute durch Freunde kennen zu lernen.
stereoMAG: Die Band Fukked Up möchte gerne wissen: “Auf welche Frage würdest du in einem Interview niemals antworten und was wäre deine Antwort?
Michael: Ja… Auf diese Frage.
stereoMAG: Hast du eine Frage an unseren nächsten Interview-Partner?
Michael: In wie fern unterscheidet sich dein Musikgeschmack von heute von dem den du vor 10 Jahren hattest?
stereoMAG: Danke für das Interview.
