Ratgeber für junge Bands
…mit Tipps von erfahrenen Musikern!
Man hat davon gehört: Ein paar Freunde schließen sich mit Instrumenten – Zwecks Bandgründung – in einer Garage oder einem Keller ein.
Was genau man nun aber machen soll, ist unklar.
Vielleicht mit einem Cover von einem Song anfangen den alle Beteiligten mögen, einfach drauf los jammen oder erstmal ein Bier trinken.
Für alle unter euch, die an so einem Anfang stehen und nicht wissen, wie es am besten klappt mit der Band, haben wir an dieser Stelle Ratschläge von Musikern gesammelt, die es wissen müssen:
A
Aaron, Anna: Üben, alleine und zusammen, und die Beatles hören bis eure Ohren bluten.
D
Danko, Skip (sue): Mach es für dich, die Musik und den Style! Wenn du Geld willst, such dir nen Job!
E
Edinburg, Dan (ZOX): Wenn ihr eine Band gründet, solltet ihr die ganze Zeit über Spaß daran haben. Wenn der Spaß fehlt, dann fragt euch, ob es die Sache überhaupt wert ist. Und wenn es so ist, macht weiter und schaut nie zurück!!!
Etten, Sharon van: Seid immer ehrlich zu euch selbst. Schreibt, worüber ihr schreiben wollt. Seid offen fürs Zusammenarbeiten und seid ehrlich in eurer Musik.
F
Fitzsimmons, William: Baut eine Zeitmaschine und reist zurück in die 1960er als es der Musikindustrie noch richtig gut ging. (lacht)
Nein, ich denke der beste Ratschlag den ich jemandem geben kann, der gerne ein Songwriter oder ein Performer wäre, ist sich mit großer Leidenschaft dafür einzusetzen, den Prozess der Bildung und Entwicklung nicht aufzuhalten und Zufriedenheit in den Dingen zu finden die man kontrollieren kann im Gegensatz zu den Dingen die man nicht kontrollieren kann.
Erfolg sollte daran gemessen werden wie man Fähigkeiten entwickelt und man sollte Zufriedenheit suchen in dem man eine großartige Melodie erschafft oder Lyrics schreibt die etwas in einer schönen und neuen Art und Weise vermitteln.
Die, die sich nur auf die Teile dieses Spielfeldes konzentrieren, die wir nicht kontrollieren können – Plattenverkäufe, Chartpositionen, Reviews usw… – für die wird es schwer sich auf ihren wichtigsten Job zu konzentrieren: ein sich stetig verbessernder Songwriter und Musiker zu sein und Menschen durch hervorragende Musik zu erreichen.
Francis, Pete (Dispatch): Gründet einfach eine Band mit euren Freunden und habt Spaß… Lacht viel!
G
Gaughan, Ryan (Among Criminals): Üben und forcieren! Es wird nie passieren, wenn ihr es nicht passieren lasst. Man muss sich wirklich verdrehen in der heutigen Zeit.
L
Lerner, Michael (Telekinesis): Niemals aufgeben! Macht es nicht um erfolgreich zu sein, genießt was ihr macht und der Rest kommt von alleine.
Lüken, Holger (tusq): Kauft euch die beschissensten Instrumente die ihr auftreiben könnt und versucht damit euren eigenen coolen Sound zu finden. Und fangt bloß nicht an zu covern!!!
M
McCoy, Dave (McCoy Brothers): Macht euch mit euren Bandkollegen einen Plan fürs Jammen, Songwriting und fürs Aufnehmen und haltet euch dran! Wir alle werden mal müde und haben neben der Musik noch andere Verantwortlichkeiten, aber eure Band braucht nunmal diese drei Dinge, wenn ihr am Ende handfeste Musik haben wollt.
Mental Reservation: Sucht euch ein paar gute Freunde, die denselben Spaß, denselben Ehrgeiz und dieselbe Motivation wie ihr selbst für ein solches Projekt an den Tag legen. Eine Band kann manchmal Züge wie in einer vierköpfigen Ehe annehmen, da gibt es Hochs und Tiefs, Krisen und absolute Überfliegermomente. Da muss es untereinander größtenteils stimmen. Man muss sich arrangieren, um einen Haufen Individuen unter einen Hut zu bekommen, die an einem Strang ziehen wollen. Dann könnt ihr letztendlich auch dem großartigsten Hobby frönen, das es gibt. Man bekommt so viel zurück – und wer weiß, vielleicht wird ja noch mehr daraus…
N
Najarian, Mike (State Radio/Ratfynkt): Ich würde euch den Rat geben, als erstes Aufnahmen in guter Qualität von eurer Band zu machen und diese dann wirklich jedem zu geben, mit dem ihr in Kontakt kommt.
Spielt so viele Shows an so vielen Orten wie ihr könnt, um euch verschiedenen Zuschauergruppen auszusetzen, verbrennt aber nicht das Publikum eurer Heimatstadt mit zu vielen Auftritten.
Man kann nie wissen, wem man grade eine CD gegeben hat oder wer im Publikum ist, also gebt auf der Bühne euer bestes und seid mit eurem Herzen bei der Sache und nach und nach werdet ihr gute Ergebnisse erleben.
S
Samson, Will: Macht es nur, weil ihr es liebt Musik zu machen. Man sollte Musik machen, die einem selbst gefällt und nicht um anderen zu gefallen, sonst leidet die Musik. Ich sah mal ein Interview mit “Do Make Say Think”, in dem sie sagten, dass sie mit allem glücklich waren, was passierte. Das ist der beste Weg. Wenn man nur ein bestimmtes Ziel vor Augen hat, vergisst man das Ganze mittendrin.
Letztendlich ist es nicht schlimm, wenn Pitchfork sagt, dass das Album schlecht ist, solange du glücklich damit bist.